Tarifvertrag redakteure djv

In Belgien, wo die Struktur der Tarifverhandlungen im Bereich der Printmedien komplex ist (aufgrund der Tatsache, dass zwei verschiedene gemeinsame Ausschüsse Arbeiter auf der einen Seite und Angestellte auf der anderen Seite umfassen und weil französisch- und deutschsprachige Journalisten unter einen nicht bindenden Tarifvertrag fallen), unterstützen die Gewerkschaften die Einführung eines gemeinsamen Ausschusses, der speziell für den Druckmediensektor gilt. Dieser „Gemeinsame Ausschuss für Printmedien, Verlagswesen und grafische Industrie“ wäre zuständig für „Arbeitnehmer, deren Beruf in erster Linie intellektueller Natur ist, und ihre Arbeitgeber, deren Haupt- oder Nebentätigkeiten die folgenden sind: • Die meisten dieser Tarifverträge enthalten auch Klauseln über die Gleichstellung der Geschlechter in diesem Beruf. In Deutschland war das Drucken und Publizieren in den 1970er Jahren eine der streikstärksten Branchen. Dies war insbesondere auf Konflikte zurückzuführen, die sich aus der Einführung neuer Technologien ergaben. Seitdem ist die Streiktätigkeit zurückgegangen, aber sowohl die Tarifrunde für Zeitungsredakteure im Jahr 2004 als auch im Druck 2005 beinhalteten Arbeitskampfmaßnahmen. Im Jahr 2004 waren nach Gewerkschaftsangaben rund 3.000 Beschäftigte an Streiks beteiligt. Die Arbeitskampfmaßnahmen erfolgten in Form von aufeinanderfolgenden Wellen kurzfristiger Streiks. In der Tarifrunde 2005 im Druck beteiligten sich 15.000 Beschäftigte in 190 Betrieben an sogenannten Warnstreiks. Wir brauchen endlich ein vorzeigbares Ergebnis. Es kann nicht sein, dass Verlage Zeitungsjournalisten nicht einmal eine Gehaltserhöhung anbieten, die die Inflation ausbalanciert, nachdem der Tarifvertrag zu Ergebnissen im öffentlichen Dienst und anderen Branchen des privaten Sektors führt – tatsächliche Löhne sind erforderlich. • In den Niederlanden sind die wichtigsten Systeme der sozialen Sicherheit in diesem Sektor Die Ausarbeitung des nationalen Systems der sozialen Sicherheit. Sowohl für Journalisten als auch für Drucker wurden spezielle Finanzierungsregelungen für Sozialfonds in diesem Sektor festgelegt.

Eine finanzielle Regelung der Kinderbetreuung beispielsweise wurde vor der Gesetzgebung eingeführt und ist immer noch ein großer Erfolg. Weitere Regelungen für (Vor-)Rentensysteme gab es ebenfalls, obwohl sie vor kurzem durch neue Rechtsvorschriften außer Kraft gesetzt und abgeschafft wurden. Außerdem gibt es spezielle Kollektivefonds, um bei (langfristiger) Invalidität gegen einkommensschwache Leistungen zu versichern. • In Italien gelten die allgemeinen gesetzlichen Regelungen über Renten und Versicherungen für Arbeitnehmer des Sektors. Neben der obligatorischen Einschreibung beim Nationalen Institut für soziale Sicherheit (INPS) für Standardrentenansprüche zahlen Mitarbeiter von Zeitungsverlagen, Druckereien und Presseagenturen in die Fiorenzo Casella Zusatzrentenkasse ein.